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Mariazellerrunde
















Fußwallfahrt 2012



















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Fußwallfahrt 2018


Die Fußwallfahrt

Heutzutage, wo es uns alle so gut geht, bereist man die ganze Welt,
aber nicht jede Reise und Erlebnis kann man sich kaufen für Geld.

Nur wer einmal mit Rucksack von zu Haus wegmarschierte, kann beschreiben das Glück, was man fühlt für jedes in Richtung Mariazell zurückgelegte Wegesstück.

Auf der Schulter der Rucksack, für fünf Tage trägt man alles mit,
Wanderstöcke und gutes Schuhwerk für den sicheren Tritt.

Man bricht auf noch im Dunkeln und marschiert durch die Nacht,
belohnt wird man Stunden später, wenn die Sonne rauslacht.

Unterwegs trifft man Freunde, jeder spricht einen an:
Woher? Wie weit noch? Was man anbieten kann?

Auch wenn nicht immer Sonne, auch bei Regen wird marschiert,
Schritt für Schritt dem Ziel näher, den Frohmut man nicht verliert.

Am ersten Tag dann am Abend, endlich Weiz ist in Sicht,
in Weizberg in die Kirche, tritt man vor Marias Angesicht.

Duschen, Abendessen und ins Bett dann, sehr Früh wieder raus,
die erste Etappe führt zum Patschabauern sein Haus.

Zu Mittag auf der Brandlucken, dann auf der Stoakogelhütte die nächste Rast,
zum Trinken a Himbeerkracherl mit Rotwein, ein Tipperl also, bestellt der Stammgast.

Die zweite Nacht verbringt man beim Strasseggerwirt,
mit gutem Essen und Musik dir sicher nicht fad wird.

Geschlafen wird zu Zehnt in einem Raum,
wenn du noch nicht schläfst, bevor alle schnarchen, wird die Nacht zum Alptraum.

In der Früh spielt der Wirt auf der Steirischen die Gruppe zur Tür hinaus,
rundum Almen und Berge, es sieht grandios aus.

Eine Rast auf der Herrenalm und weiter zur Schanz,
auf der Stanglalm blickt man runter ins Mürztal bei Sonnenglanz.

Nach Mitterdorf geht es dann tausend Höhenmeter runter ins Tal,
auf der Schalleralm am Fuße der Hohen Veitsch gibt es dann ein köstliches Abendmahl.

Am Dachboden schläft man wie ein Baby nach einem langen anstrengenden Tag,
morgens geht es dann um die Hohe Veitsch herum oder auf den Gipfel, wenn man mag.

Zu Mittag speist man auf der Passhöhe Niederalpl recht fein,
marschiert wieder weiter und kehrt am Nachmittag bei der Weißalm dann ein.

Ein Stückchen weiter ist eine Speckjause beim Herrenboden sehr zu empfehlen,
natürlich darf auch ein Schnapserl und ein Tipperl nicht fehlen.

In Mooshuben verbringt man die vierte Nacht,
vor dem Schlafen wird aber noch gegessen, getrunken und recht viel gelacht.

Am fünften Tag sind es nur noch zwei Stunden nach Mariazell,
man wundert sich, dass die Zeit verging so schnell.

Kühe, geschmückte Wegkreuze, die Natur pur war ein Traum,
man genoss jede Wiese, jeden Berg, jeden Baum.

Und noch viel schöner ist die Gemeinschaft die entstand,
obwohl man die Eine oder den Anderen vorher nicht hat gekannt.

Auch die Lebensqualität steigt ohne Handy, Computer und Fernsehgerät,
und wenn man nicht alles weiß, was täglich in der Zeitung steht.

Natürlich wird bei der Ortstafel und vor der Kirche ein Gruppenfoto gemacht,
und ein Kreuz mit Wiesenblumen wird zur Basilika mitgebracht.

In der Basilika vor dem Gnadenaltar die eine oder andere Glücksträne fließt,
das Glücksgefühl es geschafft zu haben, man sicher nie vergisst.

Mit den Füßen gebetet hat man 5 Tage lang,
zum Abschluss die Wallfahrtsmesse mit Gebet und Gesang.

Luis Neumeister 08-2014

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